Eine Bewegung initiiert und inspiriert
von Karin Andrea Pixner (M.A.)

Neben einer Welt, die laut und fordernd ist, gehen wir behutsam, von der Stille getragen, in eine Zukunft voller Sinn, Menschlichkeit und Verbundenheit.

In meiner Tätigkeit als Therapeutin lag mir, viele Jahrzehnte mich begleitend, die Qualität von Menschlichkeit sehr am Herzen. Ist es doch so menschlich, dass wir so Wundervolles bewirken und erschaffen können. Ist es doch so menschlich, dass wir vielfach stolpern, verletzen und schmerzlich unfähig sein können.

Dies behutsam im Herzen vereint, öffnete meine tiefe Liebe zu Menschlichkeit.

Seit ein paar Jahren überlegte ich, welche Bewegung initiiert werden möchte, damit gelebte und entwickelte Menschlichkeit mehr Raum in der Welt bekommt.

Am 10.5.2024 verstarb unerwartet mein erster Hund Paulo. Piccolo verlor seinen älteren Bruder, der ihn sein Leben lang begleitet und geführt hat. Piccolo hob 5 Wochen den Kopf nicht mehr und lag trauernd auf den Plätzen von Paulo. Dies machte mich so traurig, dass ich überlegte, ob ein neuer junger Hund Piccolo wieder zu neuer Lebensfreude und Lebenssinn helfen könnte.

In diesen Wochen zog direkt mir gegenüber auf dem Bauernhof von Johanna ein junger Welpe namens Lui ein. Ich fragte Johanna, ob wir Piccolo und Lui zusammen spielen lassen könnten, um zu sehen, wie Piccolo mit seinen 10 Jahren auf einen Welpen reagieren würde. So brachten wir die beiden zusammen. Sie spielten vergnügt und Johanna und ich standen am Gartenzaun.

Wir sprachen zum ersten Mal länger nach 17 Jahren meines Lebens und Wohnens in Eberfing. Johanna begann zu erzählen, dass sie sich so beschenkt fühlt durch den Bauernhof, den Wald, das Land. Sie fuhr fort: „Deswegen möchte ich diesen Ort für Menschen öffnen! Sie sollen einen Ort finden, an dem sie zu Ruhe kommen, das friedliche fühlen und sich in der Natur wieder finden können.“

Ich blickte sie verblüfft an und sagte: „Das ist ja unglaublich! Seit ein paar Jahren denke ich über eine Bewegung namens „Raum für Menschlichkeit“ nach. Und du möchtest den Ort für die Menschen öffnen! Das wirkt ja beeindruckend zusammen!“

So kam es: wir waren schnell begeistert von den Möglichkeiten unseres Zusammenwirkens der unterschiedlichen Ressourcen.

Im Frühjahr 2025 war es so weit und ein ideeller und gemeinnütziger Verein Raum für Menschlichkeit wurde gegründet und schafft als juristischer Rechts-Raum die Möglichkeit, Ideale und Potentiale Menschlichkeit zu erkennen, zu entfalten und umzusetzen und dient somit als Mittel zum Zweck.

Für den Vereinssitz wählten wir bewusst Österreich, da ich mich meiner seelischen Heimat, als halbe Österreicherin, sehr verbunden fühle – sogar nach meiner Schulzeit überlegte, in Österreich tätig zu werden. Von dort aus wird es dem Verein möglich, international wirksam zu werden, in Deutschland, Österreich und so weiter.

Ein herzlicher Dank gilt Johanna, die in berührender Großzügigkeit dem Raum für Menschlichkeit Wald, Wiesen und Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. So können mit unserer gemeinsamen Vision Menschen an schönen Orten in der Natur heilsame Ruhe und Frieden finden und ein sinnstiftendes, verbindendes Miteinander erleben.
Echte Entwicklung in unserer Menschlichkeit sowie Lernen von Fähigkeiten, die wir in den zukünftigen Jahren für ein konstruktives Miteinander brauchen werden, ist in so einem Raum möglich.

Unser ideelles, gemeinnütziges Wirken widmet sich der Förderung ganzheitlicher seelischer, geistiger und körperlicher Gesundheit. Die Vision hierbei ist: die Essenz von Menschlichkeit zu entwickeln. Wachstum und Reifung eines jeden Wesens, das daran Interesse hat, liegen uns dabei zentral am Herzen für eine zukunftsfähige, friedliche Welt.

Es werden in den kommenden Monaten viele neue Projekte und Angebote entstehen – sei gespannt und schau immer wieder hier vorbei!